Direktkredite

Direktkredite

Direktkredite sind Geldbeträge, die dem Projekt – ohne den Umweg über eine Bank – direkt geliehen werden. Sie bieten Einzelpersonen und Gruppierungen die Möglichkeit einer sinnvollen, sozialen, ökologischen und nachhaltigen Geldanlage. Dafür wird zwischen den Kreditgeber_innen und dem Hausprojekt ein Kreditvertrag abgeschlossen. Diese Direktkredite sind Nachrangdarlehen mit einer qualifizierten Rangrücktrittsklausel.

Die Rangrücktrittsklausel

Die Klausel besagt zum einen, dass kein Geld an die Direktkreditgeber_innen zurückgezahlt werden muss, falls damit die Zahlungsfähigkeit des_der Kreditnehmer_in (der Haus GmbH non per noi) gefährdet ist. Zum anderen werden im Falle einer Insolvenz erst der Bankkredit getilgt und dann erst die Direktkreditgeber_innen bedient. Daher kann der Totalverlust der Direktkredite im Falle einer Insolvenz nicht ausgeschlossen werden.

Warum Direktkredite?

Banken stellen in der Regel nur einen Teil der Investitionskosten zur Verfügung. Sie setzen voraus, dass der andere Teil als Eigenkapital vorhanden ist. Wir als Mieter_innen-Initiative haben jedoch kaum eigenes Kapital. Gerade deshalb sind wir ja auf bezahlbaren Wohnraum in den Händen der Bewohner_innen angewiesen! Der Ausweg besteht in einer Art Abkürzung: der Direktkredit. Sie können Geld, das Sie nicht auf der Bank liegen lassen wollen, direkt bei unserer Haus-GmbH anlegen. Diese Direktkredite dienen dann als Ersatz-Eigenkapital für die Gewährung von Bankkrediten. Wir nehmen Kredite ab 500 Euro an und bieten Zinssätze zwischen 0 und 1,5% an.

Was haben Sie davon?

Was wir bieten können, ist die Gewissheit, dass Ihr Geld für einen sozialen Zweck statt für eine Bank „arbeitet“: Wir spekulieren nicht mit Wohnraum, sondern stellen ihn zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung, wobei die Kredite langfristig über die Mieten abbezahlt werden. Gerne können Sie uns dann besuchen, um zu schauen was ihr Geld gerade macht. Durch Sie haben wir auch die Möglichkeit, über unsere Mieten einen Solidarbeitrag abzuführen, der neu entstehende Projekte unterstützt und so Schritt für Schritt mehr sozial verträglichen Wohnraum und selbst-verwaltetes Leben ermöglicht.

Anlagevolumen und Prospektpflicht

Im Rahmen des Vermögensanlagegesetzes gelten sie somit als Ermittenden der Vermögensanlagen, die sich durch ihren Zinssatz unterscheiden. Im Rahmen jeder einzelnen Vermögensanlage werden maximal 20 Nachrangdarlehen oder innerhalb von 12 Monaten nicht mehr als insgesamt 100.000 Euro angenommen. Daher besteht keine Prospektpflicht nach dem Vermögensanlagegesetz.